Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Richtlinienpsychotherapie umfasst die von den Krankenkassen anerkannten und wissenschaftlich geprüften Verfahren – Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Psychoanalytische Therapie und Systemische Therapie.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie geht davon aus, dass psychische Symptome Ausdruck unbewusster innerer Konflikte, unverarbeiteter Erfahrungen oder belastender Beziehungsmuster sind. Ziel ist es, diese Zusammenhänge zu erkennen, zu verstehen und zu bearbeiten, um nachhaltige Veränderungen im Erleben und Verhalten zu ermöglichen. Der Fokus liegt in der Therapie auf Gefühlen und ihrer Vermeidung, wiederkehrenden Themen und Mustern, der Beziehungsgestaltung, der Biografie und auf Wünschen, Fantasien und Träumen.

Akuttherapie
Die Akuttherapie ist ein zeitlich begrenztes Angebot für Menschen in akuten seelischen Krisen mit einem Behandlungsumfang von 12 Sitzungen. Sie konzentriert sich auf eine symptomatische Stabilisierung und Entlastung und kann in eine reguläre Psychotherapie übergehen.

Kurzzeittherapie
Die Kurzzeittherapie richtet sich an klar umrissene psychische Problemstellungen. Sie bietet die Möglichkeit, in einem überschaubaren Rahmen erste therapeutische Schritte zu gehen. Darüber hinaus kann sie zur vertieften Diagnostik und Therapieplanung dienen und auch als eine Art „Probetherapie“ genutzt werden, um herauszufinden, ob eine längere Behandlung sinnvoll ist. Das Stundenkontingent umfasst bis zu 24 Sitzungen.

Langzeittherapie
Langzeittherapie eignet sich zur Behandlung komplexer Störungsbilder inklusive Chronifizierung und Komorbidität bei mehrschichtigen psychischen Ursachen. Der Behandlungsumfang von tiefenpsychologisch fundierter Langzeittherapie beträgt 60 bis 100 Sitzungen.
